Unser Ausflug in die Hölle

13. November 2008, 23:08 von Björn
 

Niklas und ich waren letzte Woche beim Konzert von SLAYER. Es war ganz leise gemischt und ein klein bißchen langweilig, aber im Rückblick wurde das Konzert immer besser und besser und wir sind sehr froh, dort gewesen zu sein. Hier ein paar Eindrücke unseres schönen Ausfluges:


 

 

NYPD

18. September 2008, 04:29 von Niklas
 

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Officer Kokoruda und Stefanie.

 

 

No Mets No Glory

18. September 2008, 03:17 von Niklas
 

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Das schönste Dokument eines verkorksten Tages: Stundenlang durch dämlichen Regen in New York geirrt, im beeindruckenden Imax Kino einen viel zu langen Film gesehen, weswegen keine Zeit für ein Museum blieb, weil die Hotline der Mets behauptete, das Spiel, das wir besuchen wollten, würde trotz Regen stattfinden - aber als wir (sehr verspätet) dort ankamen, kamen uns Fans mit langen Gesichtern entgegen, weil das Spiel gerade abgesagt war (viele der Leute hatten schon 4 bis 5 Stunden im nassen Stadion ausgeharrt), wir gingen aber trozdem rein um zumindest die famose Kulisse zu erleben. Wenige Momente nach diesem Foto stürzte mein Fotoapparat ein paar Meter die Tribune herab und war unrettbar zerstört.

 

 

K-Dog vs Corndog

18. September 2008, 03:09 von Niklas
 

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In Bushwick, Brooklyn haben wir in einem kleinen Supermarkt vegetarische Corndogs entdeckt - mit Chicago Style Ketchup ein großartiger Genuss, wie man am zufriedenen Gesichtsausdruck sehen kann.

 

 

Kooky

17. September 2008, 00:09 von Björn
 

Gerade gemerkt: wir haben uns bislang überhaupt nicht gemeldet. Wir haben eine Riesenzeit und bleiben ein paar Tage länger als geplant. Von morgens bis abends mixen, aufnehmen, Leute treffen, feiern und sich vorkommen wie Dean Martin. Herrlich.

 

 

Bear Cave Diaries – Tage 8 bis x (11.08.2008 – 1001. Studiotag)

17. August 2008, 11:02 von Björn
 

Wir haben es völlig unterlassen, diese Geschichte weiterzuschreiben, vermutlich erstens weil im Proberaumstudio ziemlich exakt immer dasselbe passierte und wir nicht viel schreiben konnten außer daß wir diesen oder jenen Titel weitergetrieben oder gar abgeschlossen haben, den aber eh keiner außerhalb der Band kennt. Oder eben daß wir Wasabi-Nüsse als Snack hatten. Zweitens bricht die Berichterstattung ziemlich genau an der Stelle ab, wo es erste Erscheinungen von größerem Ausgebranntsein gab. Der bescheuerte Tagesrhythmus, den wir haben, ließ uns immer weniger schlafen und je mehr wir arbeiteten an der Musik, desto mehr mußten wir uns in Details verlieren. Fehlt da noch ein Pluckern? Sollen wir hier nochmal alle Gitarren löschen und von vorne beginnen? Zarte Zusammenbrüche, privater Blues, Verzweiflung übers bloße Dasein, Probleme mit dem reinen Existieren, eiskalter Billigwodka, Ärger mit dem Hausmeister. Letztes Wochenende zogen wir ins eigene Wohnzimmer um und bauten dort ein Studio rein, versammelten uns alle ein letztes Mal komplett für zwei Tage und wurden am Montag den 11.8.2008 fertig. Vorläufig. Bis wir am 24.8. nach Bridgeport gehen um das Album bei Peter zu mischen, werden wir keinen einzigen herunterfallenden Brosamen mikrofonieren, kein vorbeiwehendes Staubkorn aufnehmen, nichts. Wir haben uns selber auferlegt, die Aufnahmen an diesem Punkt für abgeschlossen zu erklären (und darauf mit Sekt angestoßen, wie es sich schickt) und dürfen erst wieder nach Beginn des Mixingprozesses daran daran arbeiten. Ein großes Highlight, das der Berichterstattung würdig gewesen wäre, waren die Bläseraufnahmen letzten Freitag. Die Herren Michael, Benjamin und Tim haben in Eriks Kölner Brewery Studio einen ungekannten Schmiß in unseren Shit geblasen, daß es eine Freude ist.
Ansonsten schließen wir dieses Tagebuch vorübergehend (und nicht für lange) mit der Zusage, daß wir ein sehr gutes, ein irrsinnig gutes, ein phänomenales Album (es ist nicht gut - es ist KOLOSSAL, es ist PHÄNOMENAL, es ist EPOCHAL!!! Ihr Klaus Kinski), gemacht haben und eines, das so klingt, wie es vermutlich kaum jemand erwartet. Und jetzt freuen wir uns auf Phase 2, den Mix.

Am 25.8. beginnt das Ganze. Wir nehmen an, ungefähr drei Wochen zu brauchen und melden uns.

 

 

Bear Cave Diaries – Tag 7 (21.07.2008 – 24. Studiotag)

23. Juli 2008, 11:17 von Niklas
 

Heute im Proberaum: Besuch von der Plattenfirma. Schade, daß nicht mehr die 70er Jahre sind, wo jetzt vermutlich Seymour Stein in einer Limousine vorfahren würde, die Hosentasche voller achtlos eingesteckter Geldscheine. Wir säßen mit Sonnenbrillen in unserem karg eingerichteten Loft und würden, weil uns der Besuch gerade nicht passt, voller Verachtung unsere Stücke vorspielen, danach alles Geld zusammenraffen und rausrennen um Lederjacken zu kaufen.
Bei uns ist es eher so, daß sich Claire, Saskia, Björn, Niklas und Stefanie im Proberaum versammeln und dann spielen wir ein paar der Aufnahmen vor und reden mit Daniel vom Label darüber. Claire und ich essen je eine Pizza und über all das vergeht so viel Zeit, daß man überhaupt eigentlich nur von einem Studiotag sprechen kann weil Saskia ganz zu Anfang eine Kuhglocke bei ‘Bitte, Bitte, Bitte’ einspielt und, kurz bevor wir heim gehen, noch ein lautes Becken bei ‘Wie Fühlt Es Sich An’.

 

 

Bear Cave Diaries – Tag 6 (20.07.2008 – 23. Studiotag)

22. Juli 2008, 11:41 von Niklas
 

Nach dem Konzert gestern in Bergisch Gladbach kommen wir heute nur langsam in die Gänge: Erst müssen alle Sachen aus dem Auto wieder in den Proberaum geschleppt und aufgeräumt werden. So gerne wir Konzerte spielen, so froh sind wir, die Sachen jetzt erstmal eine Weile fertig aufgebaut stehen lassen zu können um uns ganz den Aufnahmen zu widmen.

Als einmal alles steht nehmen wir noch eine Synthesizerspur für ‚Heroes’ auf, die das Stück noch einmal in eine neue Richtung schickt, mit der wir so selber noch gar nicht gerechnet hatten, als wir im Black Box mit den Aufnahmen hieran anfingen.
Nachdem die zusätzliche Akustikgitarre bei Lost Weekend so gut funktioniert hatte, probieren wir eine ähnliche Methode auch hier, was super funktioniert. Zum Einsatz kommt Björns Baton Rouge Gitarre, was insofern erstaunlich ist, als daß sie für sich allein genommen oft etwas dünn und mager klingt, im Zusammenhang aber oft super funktioniert. Nebenbei finden wir noch einen Weg, ein paar der Schlagzeugloops, die wir aufgenommen hatten, so gerade zu rücken, dass sie nicht mehr wie aus Versehen eingefügt klingen.
Trotz Müdigkeit beschäftigen wir uns auch noch einmal mit Lost Weekend, wo wir ein paar Krachgitarren aufnehmen (immer ein großer Spaß), dazu kommt noch ein zusätzlicher Bass. Später singt Stefanie noch ein paar Sachen ein, unter anderem eine in tiefster Finsternis aufgenommene Atemspur. How very gothic of us.

Snacks: Cashew-Erdnuss Mix Honig & Salz, Studentenfutter (da könnte auch mal jemand eine weniger dumme Bezeichnung für erfinden)

 

 

Bear Cave Diaries – Tag 5 (16.07.2008 – 22. Studiotag)

22. Juli 2008, 11:39 von Niklas
 

Heute abend haben wir uns mit ‚Lost Weekend’ beschäftigt. Da wir bei vielen der Stücke schon aufwändige Demos aufgenommen hatten ist es manchmal schwierig, das, was uns im ersten Anlauf manchmal aus Versehen gut gelungen ist für die „richtigen“ Aufnahmen nachzustellen. Heute brauchen wir deswegen ziemlich lange um eine Synthesizerfläche, die wir bei den Demos fast wie aus Versehen mit einem Vocoder gemacht hatten neu aufzunehmen. Lange glauben wir, es nie wieder so gut hinzukriegen wie vor ein paar Wochen noch – aber am Ende platzt der Knoten und alles klingt super. Die Arpeggiator-Sounds für den Zwischenteil klappen im Vergleich glücklicherweise ganz schnell.
Außerdem wollen wir noch eine Akustikgitarre aufnehmen, verrennen uns dabei auch wieder ewig lange in verschiedenen Möglichkeiten, diese über einen Verstärker zu schicken, nur um nach dutzenden Versuchen am End einfach ein Mikrofon vor die Gitarre zu stellen. Muss man auch erstmal drauf kommen.

Snacks: Auch heute wieder Wasabi Nüsse, extrem hohes Suchtpotential gibt es da

 

 

Bear Cave Diaries – Tag 4 (13.07.2008 – 21. Studiotag)

22. Juli 2008, 11:38 von Niklas
 

Das Konzert gestern in Hannover war zwar relativ früh zu Ende, wir fühlten uns aber so wohl, dass wir doch noch relativ lange dort blieben. Bei Chez Heinz (oder muss das „Bei Bei Chez Heinz“ heißen?) ist es eigentlich immer super.
Jedenfalls geht es etwas langsam los, Björn und ich laden das Auto aus, Stefanie kommt später dazu und wir beschäftigen uns jetzt noch einmal gründlich mit ‚Heroes’. Es kommen noch weitere künstliche Schlagzeugspuren, die wir durch Verstärker jagen, ein schwirrender Fuzz-Bass, allerhand zusätzliche Schlagzeugspuren – und irgendwo unterwegs merken wir, dass wir im Studio eine Fehlentscheidung getroffen haben. Da das Stück zum Zeitpunkt der Aufnahmen noch ganz frisch war, war uns wohl noch nicht so genau wie bei den anderen klar, wie es am Ende funktionieren soll, weswegen wir in den Strophen mit einem Schlagzeugbeat arbeiteten, der den Song unnötig bremst und eher träge als entspannt klingen lässt.
Zu merken, dass man eine Sache noch mal neu aufrollen muss ist immer etwas enttäuschend, zumal, wenn es um Schlagzeug geht, das ist schließlich das einzige Instrument, das wir nicht vernünftig selber bei uns aufnehmen können. Nachdem der erste Schreck sich gelegt hat findet sich aber eine Methode, einen prima New-Wavigen Beat zu programmieren und nur in den Refrains mit echtem Schlagzeug zu arbeiten, so dass wir nicht mit dem Gefühl nach Hause gehen müssen, den ganzen Tag in eine Sackgasse gelaufen zu sein.

Snackbar: Wasabi Nüsse aus dem Delhaize Supermarkt